R.A.C.K. - Risk Aware Consensual Kink

„Risikobewusster, einvernehmlicher Kink“ – Dieser Grundsatz bedeutet, dass wir uns der physischen und psychischen Risiken einer Fesselsession voll bewusst sind. Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen, um diese Risiken so gering wie möglich zu halten.

Voraussetzung für eine Session ist deine informierte Bereitschaft, diese Risiken bewusst einzugehen.

Wann eine Session nicht möglich ist

  • Minderjährigkeit oder Schwangerschaft
  • Einfluss von Drogen, Alkohol oder starken Medikamenten
  • Akute psychische Krisen, schwere Nervenverletzungen oder Epilepsie
  • Akuter starker Stress oder Schmerzzustände

Bitte informiere mich vorab bei:

  • Erkrankungen des Gefäßsystems (Diabetes, Krampfadern, Blutdruckthemen)
  • Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma)
  • Verletzungen des Bewegungsapparates (Bandscheiben, Gelenke, Sehnen)
  • Psychischen Traumata im Kontext von Wehr- und Hilfslosigkeit


Was nach einer Session auftreten kann

Seile hinterlassen Spuren. „Normale“ Begleiterscheinungen sind Seilabdrücke (Ropemarks), leichte Rötungen oder kleine Hämatome, die nach wenigen Tagen verschwinden.

Besondere Aufmerksamkeit: Nerven & Kreislauf

Druckschädigungen an Nerven sind das Hauptrisiko beim Bondage. Sie äußern sich durch Kribbeln oder Taubheitsgefühl.

Wichtig: Schäden kündigen sich nicht immer an! Ein Taubheitsgefühl kann von kurzzeitigen Reizungen bis hin zu ernsthaften neurologischen Beeinträchtigungen (z.B. Fallhand/Fallfuß) führen.

Ebenso können Kreislaufprobleme, Blutstau oder in seltenen Fällen Panikattacken auftreten. Wir minimieren diese Risiken durch ständige Beobachtung und geeignetes Material.

Material & Hautbeschaffenheit

Standardmäßig fessele ich mit hochwertigen Naturfaserseilen aus Hanf oder Jute. Diese Seile sind sehr belastbar, können aber auf empfindlicher Haut eine stärkere Reibung verursachen.

Solltest du Allergien gegen diese Fasern haben oder eine weichere Textur bevorzugen, biete ich alternativ die Verwendung von Baumwoll- oder Bambusseilen an. Bitte teile mir dies unbedingt im Vorfeld mit.

Unsere Vorbereitung

  • Vorgespräch: Wir klären Limits, Tabus und deinen Gesundheitszustand im Detail.
  • Kommunikation: Wir vereinbaren Safewords und – besonders wichtig bei Knebeln oder intensiven Zuständen – non-verbale Signale.
  • Notfall-Equipment: Eine Sicherheitsschere liegt immer griffbereit.
  • Versorgung: Wasser, etwas Süßes und deine persönlichen Medikamente (z.B. Inhalator) sind im Raum.

Wichtiger Hinweis zu Hängungen

Teil- oder Vollhängungen (Suspensions) stellen eine massive physische Belastung dar und bergen ein deutlich höheres Verletzungsrisiko für Nerven, Gelenke und den Kreislauf als Bodenfesselungen. Eine Session mit Hängung setzt eine sehr gute körperliche Verfassung, eine hohe Selbsteinschätzung und absolute Offenheit über physische Grenzen voraus.

Erscheine nur zur Session, wenn:

  • ✔️ Du vollkommen nüchtern (kein Alkohol/Drogen) bist.
  • ✔️ Du dich körperlich und mental fit fühlst.
  • ✔️ Du bereit bist, die oben genannten Risiken eigenverantwortlich zu tragen.